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Perspektiven für Leben mit Krebs zeigen

Kassel. Eine Krebserkrankung stellt die Patienten und ihre Angehörigen vor enorme Herausforderungen. Dazu gehören die medizinischen Aspekte der Diagnostik und Therapie, aber auch der seelischen Umgang mit der Erkrankung sowie die Regelung von sozialen und wirtschaftlichen Angelegenheiten. Um Menschen mit einer Krebserkrankung und ihre Angehörigen individuell zu beraten, zu begleiten und zu entlasten, hat die Hessische Krebsgesellschaft e.V. mehrere Psychosoziale Krebsberatungsstellen etabliert. Für Kassel und Umgebung wurde diese Beratungsstelle jetzt im Klinikum Kassel eingerichtet.

Es sei nicht damit getan, dass Patientinnen und Patienten exzellent medizinisch behandelt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Hessischen Krebsgesellschaft Prof. Dr. Christian Jackisch am Mittwoch bei der Feier zur Eröffnung der Psychosozialen Krebsberatungsstelle in Kassel. Vielmehr müssten den Patienten auch Perspektiven für das Leben mit und nach Krebs aufgezeigt werden. „Onkologische Patienten liegen heute durchschnittlich nur noch fünf bis sechs Tage im Krankenhaus. In dieser kurzen Zeit ist es gar nicht möglich, sie auch ausreichend psychosozial zu unterstützen. Diese Aufgabe übernehmen die Krebsberatungsstellen.“

„Wir freuen uns sehr, dass es nun auch in Kassel eine Psychosoziale Beratungsstelle in Zusammenarbeit mit der Hessischen Krebsgesellschaft gibt“, so Onkologe Prof. Dr. Martin Wolf, Sprecher des Tumorzentrums am Klinikum Kassel. „Wir erleben täglich, wie groß der Bedarf an kompetenter Hilfe zu psychischen, körperlichen, sozialen und finanziellen Fragen ist. Dem wollen wir mit dem Angebot der neuen Beratungsstelle nachkommen und Patienten mit einer Krebserkrankung professionelle Hilfe und Unterstützung bieten - individuell und in allen Lebensphasen.“

Psychosoziale Krebsberatungsstellen helfen bei ganz unterschiedlichen Fragen, die sich den Patienten und ihren Angehörigen stellen: Wie bekomme ich eine zweite ärztliche Meinung, wo erhalte ich psychologische Unterstützung? Mit wem kann ich über meine Ängste reden, wie sag ich es dem Partner/den Kindern/den Eltern? Welche Sozialleistungen stehen mir zu, wer kann sich während der Therapie um die Kinder oder zu pflegende Angehörige kümmern?

Die Beratungsstelle ist für alle Betroffenen offen - unabhängig davon, wo und wie sie behandelt werden und unabhängig vom Erkrankungsstadium. Die Beratung ist kostenlos, es sind Einzel-, Paar oder Familiengespräche möglich. Um ein breites Feld an Fragen abzudecken, ist die Beratungsstelle interdisziplinär besetzt. Dadurch können die Mitarbeiterinnen sehr umfassend zu sozialen und psychologischen Fragen beraten.

Als Besonderheit der Beratungsstelle am Klinikum Kassel wird auch eine Spezialberatung für Jugendliche und junge Erwachsene sowie ihre Familien angeboten, die als Kinder von einer Tumorerkrankung betroffen waren – ein Angebot, das es bundesweit nur vier Mal gibt. „Diese Patienten haben oft noch zahlreiche Fragen  zu der  meist schon lang zurückliegenden Erkrankung, manchmal weisen sie aber auch Spätfolgen und gesundheitliche Probleme auf“, erläuterte Prof. Dr. Michaela Nathrath, Direktorin der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie. Zentrale Ansprechpartnerin für diese (Langzeit-)Nachsorge, die von der  Helga und Heinrich Holzhauer Stiftung für krebskranke Kinder finanziert wird, ist Sozialarbeiterin Steffi Soßdorf.  Sie ist dienstags und donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr, freitags von 11 bis 14.30 Uhr in der Beratungsstelle erreichbar. Eine Terminvereinbarung wird empfohlen.

Erwachsene Betroffene können montags und mittwochs von 9 bis 12 Uhr ohne vorherige Terminvereinbarung in der Beratungsstelle vorbeikommen, für andere Zeiten können telefonisch Termine vereinbart werden. Erste Ansprechpartnerin ist in der Regel Andrea Eckhardt, die dann bei einem ersten Gespräch klärt, wer aus dem Team zu den jeweiligen Fragen und Problemen am besten beraten kann. Bei Bedarf vermittelt das Team die Betroffenen auch an andere Einrichtungen.

Kontakt:
Psychosoziale Krebsberatungsstelle in Zusammenarbeit mit der Hessischen Krebsgesellschaft
Klinikum Kassel, Mönchebergstraße 41-43, Haus L, Ebene 4, Raum B6
Telefon 0561/980-3507 (Montag bis Freitag von 8.30 bis 14 Uhr), E-Mail: krebsberatung@klinikum-kassel.de. 

 
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